C-Gestell-Presse (Einständerpresse)
Eine C-Gestell-Presse (Einständerpresse) ist eine Presse, deren Körper in der Seitenansicht ein C zeichnet: Front und beide Seiten sind offen, der Stößel wird an einem einzigen Körper geführt. Der offene Rachen gibt dreiseitigen Zugang zum Werkzeug — Teilezuführung, Werkzeugspannen und Sichtkontrolle sind entsprechend einfach.
Wo ist sie die richtige Wahl?
Für Schneiden, Lochen, Umformen, Nieten, Einpressen und Kalibrieren im mittleren Tonnagebereich ist das C-Gestell wirtschaftlich und praktisch. Am meisten zahlt sich der offene Rachen bei Handbeschickung aus; wird automatisiert, erreichen Roboter das Werkzeug frei von vorn und von den Seiten.
Wo liegt ihre Grenze?
Der C-Körper trägt die Kraft einseitig; mit wachsender Tonnage wird der Rachen aufgebogen, und die Durchbiegung zeigt sich als Parallelitätsfehler am Werkzeug. Tiefziehen mit hoher Tonnage und Präzisionsformen wandern deshalb in den geschlossenen Rahmen — die H-Gestell-Bauart. Die Grenze ist keine einzelne Zahl: Teilegröße, außermittige Werkzeuglast und die geforderte Toleranz entscheiden gemeinsam.
Bezug zur ÖZKOÇ-Benennung
Der Marktname „C-Gestell" entspricht der vorn offenen Form dessen, was ÖZKOÇ Monoblock (geschweißter Einteilkörper) nennt. Gleich welchen Namen Ihre Anfrage verwendet — gemeint ist dieselbe Struktur; die Presse wird nicht aus dem Katalog gewählt, Presskraft, Tisch und Hub werden auf Ihr Teil ausgelegt. Zur Benennung siehe das Pressen-Glossar, zum C-H-Vergleich die FAQ.
Unsere Pressen mit Bezug zu dieser Bauart
- Hydraulische Schneidpresse — fängt den Schnittschlag mit Gegenhaltezylindern ab.
- Hydraulische Umformpresse — flaches Umformen, Biegen, Prägen, Kalibrieren.
- Prägepresse — Kaltprägen und spanlose Kalibrierung.