Prägepresse
- Kaltverfestigung durch KaltprägenDas Korngefüge verdichtet sich, die Streckgrenze steigt; das Teil wird fester.
- Steifes Gestell bei hoher PresskraftEin federndes Gestell verfehlt das Maß und ermüdet das Werkzeug.
- Stoßfreier KraftübergangAnfahren, Prägen und Dekompression gehen über das Proportionalventil weich ineinander über; es gibt keinen Schlag.
Was ist eine Prägepresse?
Die Prägepresse formt Metallteile, indem sie sie bei Raumtemperatur im Werkzeug mit hoher Kraft staucht. Das Kaltprägen verfestigt den Werkstoff: Das Korngefüge verdichtet sich, die Streckgrenze steigt, das Teil erreicht sein Endmaß ohne Spanabnahme. Das Verfahren verlangt naturgemäß eine hohe Presskraft.
Sie zieht kein Blech zu tiefen Behältern und gießt kein flüssiges Metall; ihre Aufgabe ist es, das Massivteil durch Stauchen auf Maß und Oberfläche zu bringen.
Ist diese Presse die richtige für Sie?
Geeignet
- Massivteile durch Kaltprägen auf ihr Endmaß bringen
- Spanloses Kalibrieren und Verfestigen
- Einprägen von Oberflächenmustern und Kennzeichnungen
- Wenn Ihr Teil aus Blech tiefgezogen wird: Tiefziehpresse
- Für flaches Umformen und Prägen: Hydraulische Umformpresse
- Wenn Ihr Teil aus flüssigem Aluminium entsteht: Hydraulische Gießpresse
Kochgeschirr — in dieser Branche typischerweise gefertigte Teile
Diese Abbildungen sind exemplarisch — sie zeigen die Form des Teils, es ist nicht genau das von uns gefertigte Teil. Wenn Sie eine Ähnlichkeit zu Ihrem eigenen Teil finden, senden Sie uns dessen Zeichnung; wir sagen Ihnen, mit welcher Presse es gepresst wird. Teilezeichnung senden
exemplarischPfanne und Topf aus Aluminium
Metallverarbeitung — in dieser Branche typischerweise gefertigte Teile
exemplarischKaltprägen eines massiven Stahlteils
exemplarischOberflächenmuster und Kennzeichnungsprägungen
Diese Presse im Einsatz
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3000 Tonnen hydraulische Prägepresse
Prägepresse für Betonstahl
Für alle, die es genauer wissen wollen
Wie sie arbeitet — warum die Presskraft allein nicht genügt
Das Teil wird in das Werkzeug gelegt, der Stößel fährt herunter und staucht den Werkstoff bei Raumtemperatur. Der Werkstoff fließt, füllt die Werkzeuggravur und nimmt deren Oberfläche an. Es wird nicht erwärmt; deshalb ist das Maß beständig, es gibt weder Zunder noch Verzug — die erforderliche Kraft liegt aber weit über der einer Warmumformung.
Der eigentliche Gewinn des Kaltprägens ist nicht das Maß, sondern der Werkstoff: Das Korngefüge verdichtet sich, die Streckgrenze steigt, die Oberfläche härtet auf. Wäre dasselbe Teil spanend gefertigt worden, wäre der Faserverlauf durchtrennt und Material als Span verloren gegangen. Beim Prägen gibt es keinen Verlust, nur verdrängten Werkstoff.
Die Presskraft allein ist kein ausreichendes Versprechen. Federt das Gestell unter hoher Last, geht die Parallelität zwischen Stößel und Aufspannplatte verloren; das Teil wird auf einer Seite stärker gestaucht, das Maß läuft weg, das Werkzeug wird einseitig ermüdet. Deshalb entscheidet in dieser Klasse nicht die Zahl der Presskraft, sondern wie stark das Gestell unter dieser Presskraft federt.
Auch die Kraftübergänge müssen stoßfrei sein. Das Anfahren erfolgt schnell, das Prägen langsam und geregelt, die Dekompression stufenweise; das Proportionalventil glättet diese Übergänge. Ein plötzlicher Druckabbau schlägt auf Werkzeug und Maschine. Bei hochlegierten Werkstoffen gelingt die Form meist nicht in einer einzigen Stufe — die Zahl der Stufen wird über Teil und Werkstoff berechnet.
- Kaltverfahren: kein Zunder, kein Verzug, beständiges Maß
- Kaltverfestigung: Das Korngefüge verdichtet sich, Streckgrenze und Oberflächenhärte steigen
- Kein Spanverlust — der Werkstoff wird nicht getrennt, sondern verdrängt
- Entscheidend ist nicht die Presskraft, sondern das Federn des Gestells und die Stößelparallelität unter dieser Presskraft
- Anfahren / Prägen / Dekompression werden über das Proportionalventil stoßfrei geführt
- Bei hochlegierten Werkstoffen wird die Stufenzahl über das Teil berechnet
Steifes Pressengestell, mit Schweißnahtvorbereitung gefügt
Kommen Form und Prägung nicht heraus, wird sofort der Werkzeugmacher beschuldigt. Meist liegt es nicht am Werkzeug: Das Pressengestell federt unter Last, und die beiden Werkzeughälften liegen nicht mehr sauber aufeinander. Auf der Käuferseite ist dieser Anteil des Gestells oft unbekannt, denn in keinem Katalog steht er.
ÖZKOÇ baut das Gestell in Schweißkonstruktion und fügt Traversen und Bleche dabei MIT VORBEREITETER SCHWEISSNAHT, also angefast. In der Branche fügen viele Firmen ohne Nahtvorbereitung; die Naht bleibt dann nur an der Oberfläche. Ist die Naht vorbereitet, greift sie in den Querschnitt, und das Gestell widersteht dem Federn unter Last.
Das gilt für jede Gestellbauart, ob Monoblock oder Säulengestell — es ist keine vom Pressentyp abhängige Option, sondern die Fertigungsdisziplin von ÖZKOÇ.
- Traversen und Stützbleche werden mit vorbereiteter Schweißnaht gefügt.
- Die Naht bleibt nicht an der Oberfläche, sie greift in den Querschnitt; das Gestell federt unter Last nicht.
- Ob Monoblock oder Säulengestell — dieselbe Disziplin gilt.