Was bestimmt den Preis einer Hydraulikpresse?
Was eine Hydraulikpresse kostet, steht in keiner Preisliste, denn eine Presse wird auf das Teil ausgelegt. Den Preis bestimmt nicht der Katalog der Maschine, sondern das, was Ihr Teil verlangt: Presskraft, Tischmaß und Hub, Zusatzachsen, Heizung, Automatisierung und Sicherheitsausrüstung.
Die wichtigsten Preisfaktoren
- Presskraft (Tonnage) — sie vergrößert Gestell, Zylinder und Hydraulikaggregat gemeinsam; das ist der größte Einzelposten des Preises.
- Tischmaß und Hub — ein großes Werkzeug verlangt unabhängig von der Presskraft ein größeres Gestell und eine längere Führung.
- Zusatzachsen — Ziehkissen (Niederhalter) und unterer Auswerfer bedeuten einen zweiten Hydraulikkreis; beim Tiefziehen sind sie meist unumgänglich.
- Heizung — bei Warmpressverfahren wie SMC/BMC, Silikon, Bremsbelägen oder Melamin kommen beheizte Platten und Temperaturregelung hinzu.
- Automatisierung und Sicherheit — Zuführung, Roboterschnittstelle, Lichtvorhang, Zweihandsteuerung; sie skalieren mit Stückzahl und Arbeitsschutzbedarf.
Warum ein „Katalogpreis“ in die Irre führt
Zwei Pressen gleicher Tonnage sind je nach Tischmaß und Ausstattung völlig verschiedene Maschinen. Einen ungeprüften Katalogwert zu veröffentlichen führt Sie entweder zu einer unnötig teuren oder zu einer für Ihre Arbeit untauglichen Maschine. Deshalb veröffentlichen wir keine Werte; wir sprechen in den Begriffen des Glossars und nennen die Zahlen im Angebot.
Was sollten Sie für ein Angebot senden?
Die Teilezeichnung (oder ein Foto des Musterteils), Werkstoff und Dicke, Jahresstückzahl und Zykluszeitziel sowie, falls vorhanden, Angaben zum bestehenden Werkzeug. Damit wird das technische Angebot mit Presskraft, Tisch und Hub erstellt. Interessiert Sie der Ablauf, sehen Sie sich die Fertigungsseite an; häufige Fragen stehen in den FAQ.